Die nächste Tragödie für mein Westiemädchen im Jahr 2016

Das Jahr 2016 begann damit, dass ich die schriftliche Bestätigung von der jetzt behandelten Tierärztin bekam, dass Wilma kein "Morbus Addison" hatte. Erstmal erfreulich und auch eine Erleichterung. Geblieben ist der Sehverlust und ich hatte den Eindruck, dass mein Westiemädchen darunter sehr gelitten hat. Sie war nicht mehr das unbekümmerte und lebenslustige Hundemädchen. Fast hat es mir das Herz zerrissen, ich fühlte mich schuldig. Die folgenden Monate waren für uns beide eine sehr schwere Zeit. Aber wir waren tapfer und haben gekämpft. Immer wieder hat sie sich die Nase gestoßen, ihre Kuscheltiere hat sie nicht mehr beachtet. Unbekümmertes Toben, nein, das gab es nicht mehr. Spaziergänge wurden zur Qual. Nur wenn sie auf der großen Wiese war, die sie kannte, war sie etwas sicherer und ich ihr erklärt habe, hier kannst du laufen.

Meine Traurigkeit und Verzweiflung durfte ich ihr nicht zeigen, weil sie dann auch ganz traurig wird, so erklärte mir das die Tierärztin von Wilma.

Wilma und ich lernten mit der Zeit damit umzugehen und ganz langsam näherten wir uns einem halbwegs normalem Leben. Ich mußte stark sein um meinem Hundemädchen Sicherheit vermitteln zu können.

Mein kleiner Schatz wurde auch schon etwas übermütig, was dann in der nächsten  Katastrophe endete.

Ein schöner Sommertag, die Balkontür stand offen, Wilma hört einen Hund bellen und rennt los auf den Balkon. Erwischt

noch die Kante der Holzliege, sie hatte sich verschätzt und stößt sich. Es gab einen lauten Knall, ich rannte raus, nahm sie auf den Arm. Wilma hat sich nichts anmerken lassen und ich konnte nichts erkennen. Die Ernüchterung folgte ein paar Tage später, als sich eine dicke Beule unter ihrem rechten Auge entwickelte, das Auge schwoll fast zu.

In meiner unmittelbaren Nähe hatte eine neue Tierarztpraxis eröffnet und ich wurde dort mit Wilma vorstellig.

Bald schreibe ich weiter......