Echokardiographie (Herzultraschall) in der Tiermedzin.                                        


Die Echokardiographie ermöglicht einen genauen und schmerzlosen Einblick
in das Herz. Man kann die 4 Herzkammern (rechter und linker Vorhof, rechte und linke Herzkammer), die Herzklappen, den Herzbeutel und die abgehenden Gefäße
darstellen. Durch die Darstellung standardisierter Schnittebenen und mit Hilfe spezieller
Messprogramme kann die Herzfunktion genau bestimmt werden.

Um kranke Veränderungen zu finden, die den Blutfluss im Herzen beeinträchtigen
bedient man sich eines sogenannten Dopplers. Man unterscheidet grundsätzlich den Farbdoppler und den Spektraldoppler. Mit dem Farbdoppler kann man die Flussrichtung des Blutes bestimmen und Turbulenzen erkennen. Der Spektraldoppler dient der genauen Messung von Strömungsgeschwindigkeiten. Dadurch können Sitz und Schweregrad der Herzerkrankung diagnostiziert werden.
Wichtige Bildsequenzen werden zur Dokumentation digitalisiert und für spätere
Referenz archiviert.
Die Herzultralluntersuchung wird überwiegend auf einem speziellen Untersuchungstisch am liegenden Tier durchgeführt. Bei Risikopatienten kann die Untersuchung auch am stehenden Patienten erfolgen.


Wissenswertes rund um das Hundeherz.


Herzkranke Hunde sind häufig weniger leistungsbereit, haben Husten oder atmen schneller als früher. Manchmal lassen sich plötzliche Ohnmachtsanfälle beobachten, in seltenen Fällen und fortgeschrittenen Stadien sogar eine Atemnot.
Welche Herzerkrankung bei einem Hund vorliegt, kann nur der Tierarzt nach einer gründlichen Untersuchung stellen.
Schließt die linke Herzklappe nicht mehr richtig, kommt es zu einem Rückstau des Blutes in den linken Vorhof, der im weiteren Verlauf bis in die Lunge reichen kann.
Denn zeigt der Hund erstmal Symptome, kann es für einen Eingriff schon zu spät sein.


Wie entsteht der Herzhusten?

Das sauerstoffreiche Blut aus den Lungen kommt im Herzvorhof an und wird von der linken Herzkammer weiter in den Körperkreislauf gepumpt. Ist die Funktion des Herzens auf dieser Seite eingeschränkt, bleibt Blut im Herzen zurück. Es staut sich zunächst im linken Vorhof und schließlich bis zurück in die Blutgefäße der Lungen.
Das führt dazu, dass durch den gestiegenen Druck Flüssigkeit aus den Gefäßen in Gewebe und Lungenbläschen gepresst wird.
Der Volksmund spricht von "Wasser in der Lunge".

Das Abhören des Herzens mit dem Stethoskop ist Teil jeder allgemeinen Untersuchung und zugleich grundlegender Bestandteil der speziellen Herzuntersuchung.

Stellt der Tierarzt bei einer Routineuntersuchung ein Herzgeräusch fest, muss er der Sache unbedingt auf den Grund gehen.
Denn dahinter kann sich - auch bei Tieren, die gar keine Symptome zeigen! - das frühe Stadium einer Herzerkrankung verbergen.
Die Ultraschalluntersuchung gehört heutzutage zum Standard einer tiefergehenden Herzuntwesuchung. Das Herz lässt sich beim "Schallen" regelrecht vermessen.
Mit dem sogenannten Farbdoppler.Ultraschal kann man sogar den Blutfluss und die Ströme während der Herzarbeit beobachten.
So wird zum Beispiel bei der Mitralklappeninsuffiziens Der Rückfluss in den linken Vorhof sichtbar.

Die sogenannten "Herztöne" entstehen bei der normalen Tätigkeit des Herzens. Alles was darüber hinaus beim Abhören von der Herztätigkeit zu hören ist, bezeichnet man als "Herzgeräusch".
Eventuell überweist der Tierarzt den Besitzer dafür auch an einen Herzspezialisten!

Neueste Untersuchungen zeigen, dass die Lebenszeit von Hunden deutlich verlängert werden konnte, wenn aufgrund von bestimmten Befunden am Herzen noch vor dem Auftreten der ersten Symptome bereits mit der medikamentösen Therapie begonnen wurde.

Was haben die Nieren mit dem Herzen zu tun?

Herz und Nieren stehen in einer engen Beziehung zueinander. Ihre Funktionen beeinflussen sich gegenseitig, was besonders deutlich wird. wenn eines der beiden Organe erkrankt. Bei einem herzkranken Hund sollte daher auch immer die Funktionstüchtigkeit der Niere im Auge behalten werden. Andererseits kann man sich bestimmte Aufgaben der Niere auch therapeutisch zunutze machen, um das Herz zu entlasten. Mittel, die hier zum Einsatz kommen, sind sogenannte Diuretika und ACE-Hemmer.